Die Bezeichnung Vitamin ist eine Zusammensetzung aus dem lateinischen Wort „Vita" für „Leben" und „Amin", das für „Stickstoffverbindung" steht. Vitamine sind für unseren Körper für zahlreiche chemische Reaktionen lebensnotwendig. Sie funktionieren in enger Wechselwirkung mit Enzymen, Coenzymen und Hormonen. Vom menschlichen Organismus können sie, bis auf Vitamin D unter Sonneneinstrahlung, nicht selbst gebildet werden. Im Gegensatz zu den Tieren ist der Mensch deshalb auf eine regelmäßige Zufuhr von Vitaminen durch die Nahrung angewiesen. Er kann auch nur wenige Vitamine für kurze Zeit speichern. Bei einigen Vitaminen genügt es allerdings, wenn man dem Körper ihre Vorstufe zuführt, das sogenannte Provitamin.
Die Vitamine A, D, E und K sind fettlöslich, der Körper kann sie deshalb auch speichern, wenn mit der Nahrung mehr zugeführt als im Moment benötigt wird. Diese Vitamine können somit auch besser vom Körper aufgenommen werden, wenn die Lebensmittel mit Fett kombiniert werden. Alle anderen Vitamine sind wasserlöslich. Die nicht benötigte Menge scheiden wir über die Nieren wieder aus.
Einflüsse auf die Haut
Vitamine sind für den Ablauf der natürlichen Hautfunktionen notwendig und schützen vor vorzeitiger Hautalterung durch freie Radikale. Die Vitamine A, C und E gelten deshalb als sogenannte „Schönheitsvitamine". Vitamin A (Retinol) ist fettlöslich, aktiviert den Stoffwechsel und hat bedeutsame Funktionen im Zellkern. Es reguliert den Auf- und Abbauprozess von Gewebe und Zellen. Außerdem wirkt Vitamin A hautglättend, erhöht die Speicherfähigkeit für Feuchtigkeit und verringert somit die Faltentiefe. In kosmetischen Pflegeprodukten ist Vitamin A deshalb ein beliebter Anti-Aging-Wirkstoff. Vitamin C (Ascorbinsäure) zählt zu den wasserlöslichen Vitaminen. Es wird im Körper besonders zur Bekämpfung freier Radikale benötigt. Weitere positive Auswirkungen auf die Haut: Die Aktivierung der Kollagensynthese und damit eine Steigerung der Festigkeit von Haut und Bindegewebe. In Hautpflegeprodukten ergänzen sich oftmals Vitamin C und E, wenn es darum geht, freien Radikalen entgegenzuwirken. Fettlösliches Vitamin E (Tocopherol) stabilisiert und schützt die Zellmembranen. Panthenol ist eine Vorstufe der Pantothensäure (Vitamin B5) und wird im menschlichen Körper hierzu umgewandelt. Es erhöht das Feuchthaltevermögen der Haut und besitzt somit pflegende Eigenschaften. Zudem verbessert es die Elastizität. Die Neubildung der Hautzellen wird unterstützt - und damit auch die Regeneration der Haut. Darüber hinaus werden Panthenol juckreizlindernde und entzündungshemmende Eigenschaften nachgesagt.
Der Mix macht‘s
In Pflegeprodukten werden oftmals einzelne Vitamine miteinander kombiniert, was sinnvoll ist, da sie sich in ihrer Wirkungsweise ergänzen können. Aufgrund ihrer Empfindlichkeit müssen reine Vitamine in Trägersysteme (z. B. Liposome) eingebracht werden, damit sie im Produkt stabil bleiben und ihre Wirkung entfalten können.
Vitaminhaltig kann neben der äußeren Hautpflege auch die Ernährung sein, die uns von innen mit wertvollen Schönheitshelfern versorgt. Vitamine können wir seit Längerem auch in „künstlicher" Form konsumieren. Chemisch gesehen weisen die synthetisch hergestellten Substanzen dieselbe Struktur auf wie die natürlich vorkommenden Vitamine. In Obst, Gemüse und tierischen Produkten sind sie jedoch in Kombination mit zahlreichen anderen wichtigen Stoffen vorhanden. Auch die Gefahr einer zu hohen Dosierung ist bei der Zufuhr aus natürlichen Quellen geringer. Und: Eine mangelhafte, einseitige Ernährung kann durch Vitaminpräparate nicht ausgeglichen werden.
19.01.12
Vitaminpower pur - Schönheitshelfer für die Haut
Vitamine sind gesund für den Körper und damit auch für die Haut. Durch einen Mangel können Prozesse der Hautalterung schneller ablaufen. Grund genug, dem zum Beispiel mit vitaminreicher Kosmetik entgegenzuwirken.

Foto: creativ collection



















